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Mexiko - Party auf den Friedhöfen

Ist Allerheiligen in Deutschland ein Tag der stillen Andacht an dem man gemeinsam mit der Familie die Gräber verstorbener Familienmitglieder besucht, so zeigt der "Dia de los Muertes" in Mexiko ein ganz anderes Gesicht. Die Gräber werden bunt und fröhlich geschmückt und die Großfamilien aus Mexiko kommen auf den Friedhöfen zusammen, um gemeinsam mit ihren verstorbenen Angehörigen zu feiern, zu essen und zu trinken. Auf den Gräbern werden Tischtücher ausgebreitet und mit den Lieblingsspeisen der Verstorbenen gedeckt und unzählige Kerzen sollen den verstorbenen Seelen den Weg zurück aus dem Jenseits leuchten. Schaurig, lustiger Kitsch in Form von bunten Totenköpfen aus Plastik, Zucker oder Schokolade und gruslige, farbenfrohe Masken gehören ebenso zu der Totenfeier in Mexiko dazu. Was so manchen Urlauber in Mexiko vielleicht verwundern mag, ist für Mexikaner ganz normal: In Mexiko pflegt man ein entspanntes Verhältnis zum Tod. Das mag vielleicht zum Teil auch an den Vorfahren der heutigen Mexikaner liegen. Die Azteken sahen den Tod nicht als Ende, sondern als Anfang von neuem Leben an. Auch heute noch ist der Tag der Toten einer der wichtigsten Feiertage für die Mexikaner. An diesem feiern sie zusammen mit den Toten, lachen und weinen und trotzen so einmal im Jahr der Vergänglichkeit des Lebens. Vielleicht kann man sich ja ein wenig von dieser entspannten Einstellung zu Leben und Tod aneignen, wenn man einen Herbsturlaub in Mexiko verbringt und sich von der Farbenpracht mit der die Mexikaner ihre Toten feiern entführen lässt.

 

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